Textdaten
VORIGER=Ein Aufathmen
NÄCHSTER=Am Teich
AUTOR=Ada Christen
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idt2 50"Abendbild."
Grau der Himmel, grau die Erde,
Grau das weite dürre Land,
Sonn’verbrannte nied’re Sträucher,
Schwarzer Sumpf und heißer Sand;
Zeile 5Doch schon weben in der Ferne
Abendnebel, dünn’ und leicht,
Ihre grauen feuchten Schleier
Und die träge Stille weicht.
Denn ein mildes kühles Lüftchen,
Zeile 10Wie der reine Athemzug
Eines schlafumfang’nen Kindes,
Hemmt der Vögel matten Flug.
Aus den Büschen, still sich regend,
Ein geheimes Flüstern bricht,
Zeile 15Leise klagt’s im Sumpf und silbern
Spiegelt sich das Mondenlicht. –
Quelle:
Seitentitel:Abendbild