Sammlung wissenschaftliche Texte
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A Trom

 
AUTOR=Michel Buck
fertig
VORIGER=Am sechsta Meza anna 83ge
NÄCHSTER=Im Aprölla 1879Seite 119 Bagenga Michel Buck 119

::"A Trom."

Verganga’nJüngst. isch mers au a môl
Ganz bsonder nadliSonderbar. wôara,
Hau’ gmoint, ma’ müaß mer gar am End
Gauh’ noh da Dippel boahra.Das blöde Hirn öffnen.

Zeile 5I denk: „jetz gohscht in d Kamer nei’
Und thuascht a bitzle schwitza,
Kassei’Kann sein, vielleicht. des nimmt der deini Tröm
Und deini Fiabarhitza.“

Pflumpf lieg i in de PfulbaKissen dinn,
Zeile 10Fang ana’ fantasiara
Und mit meim Weib reachtschaffa au
Glei ana’ dischpatiara.

Seite 120 Bagenga Michel Buck 120 Was gschieht? Dô kommt a Goischt derhear
Und sait, jetz seini gstôrba.
Zeile 15„Wa?“ sag i, „wa, bigoppel, wa?“
Und hau’ me ganz verfôrba.Verfärbt.

„Jô gstôrba bischt“, sait ear, „jetz komm
Nu’ ra mit deini RufaUnreinigkeiten der Haut.
Ins Feagfuir, watt, dô putzt ma’ de
Zeile 20Im Hafa mit de Glufa!“Stecknadeln.

Dô mach i s Kreuz, und hui und pfui
Gôhts kezagrad in Boda,
I pflätschSchlage. füars Feagfuirthäarli na’
Aß wia a nasser Loda.Aufgerolltes Tuchstück.

Zeile 25ZaischtZuerst. gsieh und ghair und gspeirSpüre i nuinz,
I schmeck nu’ Peach und Schweabal,
Zletscht merk i so dur d Augaspält
En dicka Rauh und Neabal.

Seite 121 Bagenga Michel Buck 121 Nôch wiani meini Auhra spitz,
Zeile 30Dô hair i grousig schreia,
Voar Angscht und Schrecka beat i rum
In älli Letaneia.

Pfuh, wia’n as houat, praschlat, schnälltKnallt.,
Wia s wôdlaWallen. thuat und glüaha,
Zeile 35Aß thät der Obertuixel seall
Da graußa Blôsbalg ziaha!

Und ab deam DummelTaumel, Lärm. faß i ui
A so a grauß VertsitzaEntsetzen.,
Daß i beim healla Feagfuir da’
Zeile 40Hau’ einskalt müaßa schwitza.

Der Goischt, dear reißt dô s Thäarli ouf –
Huh ! d Flamma lälletZüngeln. ousi –
Und geit mer nôch en PutschSchlag. uffs Gsäß,
Ins Feagfuir eini doußTaumle. i.

Zeile 45Seite 122 Bagenga Michel Buck 122 Dô kommt a alti Schachtel hear
Mit iahram blôa ZinkaNase.
Und mit ra schwaza GimpahoubRadhaube.
Und thuat mer froindli winka

Und sait zua miar: „He, guatar Froind
Zeile 50Mit uiram zwilchna Schägga,Langen Rock.
I kenn ui wohl,“ und geit mer d Hand.
Dô hau’n i müaßa blägga.Heulen.

Druff nimm i s Heaz in boidi Händ
Und sag ge deanar Zusel:Ursprünglich Susanna.
Zeile 55„S sind gwis noh maih von eusam OatOrt.
Dôhinna'n in deam Gwusel.“

„O“, sait se, „dô sind freili vill,
Doch maih noh weiter dunta,
Dött hau’n i etli Hearra gar
Zeile 60Von boid Kollegi funda,

Seite 123 Bagenga Michel Buck 123 Da Bau’watFlurschütz. und da Pollazei
Und suscht noh so GalluriKerle..
Er seahnets glei dô vonna gauh’
Dur d Ei’sagätter duri.“

Zeile 65Druff sag i: „Weib, ja däaff ma’ dô
Nu’ auh’ Verlaubtniß laufa?
Hau’ gmoint, dô komm a jeder glei
Füar d richtig Fuatarraufa.“

„O“, sait se, watet nu’ a weng,
Zeile 70As däaff Ui gar it blangaVerlangen.
Er kommet au gauh’ glei ans Britt,
Nôch wead mens s Weattar sanga!Dann wird man Ihm das Wetter segnen.

Mi schüttlats, was as schüttla ka’
Doch d Zusel füahrt me weiter.
Zeile 75Dô hair i heina ällaweil,
Wia näher s gôht, wia läuter.

Uff oi’ môl stauh’t mer ama Loch,
Dô zoigt se na und deutat,
Dô hau’t dia Teixel grad en Ma’
Zeile 80Frei abanander gscheitat,Gespalten.

Seite 124 Bagenga Michel Buck 124 Mit Schrautäxt,Schroten = spalten. Speigel,Keilen. Schlegel druff
Halt zum Verbarma gschlaga.
Und woni guck, wear isch as gsei’?
Halt, Moul, da’ däasch it saga!

Zeile 85I frôg dô, weaga was se denn
Dea Ma’ so grousig spaltet.
Sait sui: „so macht ma’s deani äll,
Wo d Wäld so guat verwaltet.

Seahnt, dött versäagat ma’ grad au
Zeile 90En Obma’ noh zua Schwella,
Ma’ hait a bis zum Himmel nouf
Voar louter Schmeaza brölla.

Mit Oicha, Stanga, Scheiterholz,
Mit ällam hôt er ghandlat.
Zeile 95Doch s HaltelHalbteil. isch äll gstohla gsei’,
Drum wead er so behandlat.“

Dô renn i gegem Feagfuirthoar
Und moi’, i könn vertrinna,Entrinnen.
Hoppla, dô lieg i au’verdanksUnversehens.
Zeile 100Im Glufahafa dinna.

Seite 125 Bagenga Michel Buck 125 I schrei, was uß der Gurgel ka’,
Hau’ sieba Gäng versprocha,
Dô thuats en Schnall und druff en Fall,
HöbAls ob. d Höll sei zema brocha.

Zeile 105Vor Schrecka sperr i d Auga’n ouf,
Dô siehni s MulbaFlaumfederstaub. ranga,regnen.
Und wo se nôch der Staub verzuiht,
Mei’ Häs am Nagel hanga.

„Ai“, sag i, „ai, dô schla doch glei
Zeile 110A’n Esel drei’, a lahmer,
Jetz hôts mer älles nu’ so tromt,
Du leischt jô in der Kamer.“

Und woni hofreachtFrei. ummi guck,
Verstand i au des Kracha,
Zeile 115Mei’ BettschetBettstatt. ischt jô zema keitZusammengebrochen. -
Dô hau’n i müaßa lacha!


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Autor(en): Wikipedia-Autoren
Bearbeitungsstand: 2009-10-17T23:01:50Z
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Datum des Abrufs: 19. Januar 2011, 12:00 UTC
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