Sammlung wissenschaftliche Texte
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ADB:Dahl, Johann Konrad

 
ADBDaten
TITEL=Dahl, Joh. Konrad
VORIGER=Dahl, Johann Christian Wilhelm
NÄCHSTER=Dahl, Johann Christian Clausen
BAND=4
ANFANGSSEITE=691
ENDSEITE=692
AUTORENKÜRZEL1=Walther.
ART=Biographie
ALTERNATIVNAMEN=
WIKIPEDIA=07.2010
WIKISOURCE=
PND=100799957
BEARBEITUNGSSTAND=korrigiert

"Dahl:" 'Joh. Konrad' D., am 19. Nov. 1762 von bürgerlichen Eltern in Mainz geb., genoß den Unterricht in der lateinischen Sprache und in den übrigen Schulwissenschaften auf dem Gymnasium in seiner Vaterstadt, welches damals, nach Aufhebung der Jesuiten, eine neue verbesserte Einrichtung erhielt. Auf der Universität zu Mainz trat er seine akademische Laufbahn an, studirte Philosophie und Theologie. Nach Verlauf eines Jahres wurde er im J. 1782 von dem erzbischöflich mainzischen Generalvicariate in das Saliner-Seminar zu Ingolstadt aufgenommen als einer der sechs in Folge einer Stiftung zur Aufnahme berechtigten Mainzer Seminaristen. Auf der Ingolstädter Universität setzte er seine theologischen Studien fort und war ein von ADB:Wiest, Stephan Wiest besonders begünstigter Schüler. Im J. 1784 erhielt D. in Regensburg die erste höhere Weihe, und wurde dann noch in demselben Jahre in das Mainzer Seminar zurückberufen, in dem er wegen seiner Jugend noch bis 1786 verbleiben mußte. Am 1. April 1786 erhielt er von dem Weihbischof Heiners die Weihe als Priester. Nachdem er acht Jahre lang Caplan in Oberursel gewesen war, wurde ihm 1794 die Pfarrei des St. Johannisstifts in Mainz und dann 1797 einige weitere Verrichtungen am St. Victorstift übertragen. Als nach Aufhebung der Stifter im J. 1803 die neue Organisation der Mainzer Diöcese erfolgt war, kam D. als Pfarrer nach Budenheim, wo er aber nur bis 1805 verblieb, weil ihm ADB:Ludwig I. (Großherzog von Hessen und bei Rhein) Großherzog Ludwig I. von Hessen die Stadtpfarrei in Gernsheim übertragen hatte. Im J. 1817 wurde D. zum Kirchen- und Schulrath und zum Pfarrer der katholischen Gemeinde in Darmstadt ernannt und hatte als solcher die Freude,
Seite 692 die große katholische Kirche in Darmstadt entstehen zu sehen. Im Herbst 1829 wurde er als Domcapitular von dem kathol. Landesbischof ADB:Burg, Josef Vitus Dr. Burg nach Mainz berufen und von dem Großherzog als solcher bestätigt. Hier starb er am 10. März 1833. D. hatte sich schon in jüngeren Jahren gern und viel mit Archäologie, Topographie und Geschichte beschäftigt und eine große Anzahl von selbständigen Schriften und von Aufsätzen in den verschiedensten Zeitschriften waren Früchte dieser Beschäftigung, welche ihm die Anerkennung von Fürsten und gelehrten Corporationen verschaffte. ADB:Maximilian I. (König von Bayern) König Maximilian I. von Baiern, ADB:Ludwig I. (König von Bayern) König Ludwig I. von Baiern, ADB:Karl August (Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach) Großherzog Karl August von Weimar, sowie früher schon der Fürst ADB:Dalberg, Carl Theodor Freiherr von Primas von Dalberg zeichneten ihn mit Verdienstmedaillen aus, und die Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde nahm ihn als außerordentliches und correspondirendes Mitglied auf, sowie andere historische Gesellschaften als Ehrenmitglied. Als seine Hauptwerke sind hervorzuheben: „Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch“, sowie seine Geschichte und Topographie von Gernsheim, von der alten Herrschaft Klingenberg, von Aschaffenburg etc., welche nebst seinen übrigen litterarischen Arbeiten in ADB:Scriba, Eduard Scriba’s Hess. Schriftstellerlexikon aufgezählt sind.

ADBAutor Walther.
Autor: PDD


Quelle:
Seitentitel:ADB:Dahl, Johann Konrad
Herausgeber: Wikisource
Autor(en): Wikipedia-Autoren
Bearbeitungsstand: 2010-07-28T19:56:56Z
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Datum des Abrufs: 6. Januar 2011, 12:00 UTC
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